Dies soll der vorläufig letzte Auftritt für heuer werden, weil Flo bald für acht Monate nach England zum Lehren als Lehrer geht. Dort wird er kleinen Kindern Deutsch beibringen. Oder doch Englisch? Ich glaube fast, dass es eher Deutsch ist, weil er darin Muttersprachler ist. Wegen dieses nahezu finalen Konzertes freute sich die Band sehr auf die Bühne, weil erstmal längere Zeit nicht gespielt werden kann.
Das Stadtfest in Aichach könnte man in norddeutschen Kreisen Kirmes nennen, auch wenn es keinen Rummelplatz gibt. Dafür gibt es viele Stände mit äußerst lauter Musik, vor allem häuften sich diese Stände in einer eh schon engen Gasse, und wenn die Anlage schon eh laut plärrt, wird dies leicht unerträglich. Naja, war wahrscheinlich halb so schlimm, aber ein bisserl schlimm fand ich es schon.
Zurück zur Musik: Man muß Aichach wirklich zu gute halten, dass es junge Bands aus der Region aufs Stadtfest einlädt. Normalerweise spielen auf derartigen Veranstaltungen eine größere bekannte Band (im Bekanntheitsgrad von Jürgen Drews), um die Leute herzulocken, und ansonsten spielen Coverbands, um den kleinsten gemeinsamen Nenner zu treffen. Aber ich Aichach ist dies anders: Es spielten keine Coverbands (naja, zumindestens nicht am Schloßplatz, wo tonair spielte), und das war auch gut so!
Vot tonair spielte nice2meetyou und den Namen der Band davor habe ich vergessen. Hupps, ist halt schon länger her seit dem Auftritt. Das Tagebuch sollte ich immer sofort schreiben im Anschluß, aber mein Studentenlotterleben ist halt vorbei. Schön fand ich bei nice2meetyou die Bühnendeko: Eine Diskokugel, eine Lampe, ein Tischchen und einen lässigen Stuhl.
Schön bei tonair fand ich: Wie immer alles. Auch wenn die Technik ein bisserl gesponnen hat, vor allem bei der Akkustikgitarre. Schade, das. Seit heute wurden übrigens Poster verkauft, die echt verdammt hübsch geworden sind. Auf dem Plakat erkennt man schemenhaft (in knalligem Rot) ein Mädchen, welches das tonair-T-Shirt trägt. Also: Wenn Ihr ein solches Poster in Eurer Stadt hängen seht, dann gibt es ein tonair-Konzert.
Nach dem Konzert streunte die Band mehr oder weniger getrennt übers Fest, um größtenteils beim Stand eines Privatbrauers zu landen - diesen Namen habe ich natürlich auch schon wieder vergessen, aber ich habe eine Visitenkarte von ihm zu Hause. Sehr angenehmes Helles gabs es dort zu trinken. Begleitet von bayerischer Blasmusik. Als die Sperrstunde - oder so was ähnliches im Sinne von Feierabend der Kapelle - kam, ging der Braumeister mit seiner Gitarre auf die Bühne und spielte mit seinem Spezi, dem Schlagzeuger, noch etliche Oldies.
Servus: der paul |