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27.12.03 - Kyklos Aichach
Flo betreibt neben tonair noch ein klassisches Singer/Songwritertum, d.h. er spielt auf einer Akustikgitarre und singt dazu. Alleine. Dieses Jahr an Ostern gab es dazu seinen ersten Auftritt im Kyklos und an Weihnachten sollte es den zweiten Auftritt am selben Ort geben.
Am Abend versammelte sich fast alles tonairs um diesem Auftritt im gemütlichen Aichacher Kyklos zu lauschen. Flo sollte um 21 Uhr anfangen, aber nach gesicherten Hintergrundinformationen war er zu diesem Zeitpunkt noch zu Hause und mit seiner Gitarre beschäftigt. Aber er wurde angerufen und bald traf er auch ein. Und es war auch nicht so dramatisch, wie er mir später persönlich versicherte.
Zu Beginn des Konzertes redete Flo überaus viel, indem er von seinem Vater erzählte, der ihn zu Hause darauf hingewiesen hatte, dass Flo kein zweiter Fredl Fesl sei und deswegen solle er seine Ansagen kurz halten. Was er auch prompt befolgte. Naja, erst NACH dieser Ankündigung.
Ungewohnt für mich war es, Flo bei einigen Liedern Deutsch singen zu hören; bisher hatte er nur eine deutsche Abschlußzeile bei “You're funny“, wo es sinnigerweise heißt “Du bist lustig“. Jedenfalls heißen seine deutschen Lieder "Baby, komm steh auf", "Wir laufen uns nicht weg", “Du und ich“ und “Essen mit den Schwestern“. Bei “Du und ich“ handelt es sich aber nicht um die deutsche Übersetzung von tonairs “You and me“. Bei “Essen mit den Schwestern“ erzählt Flo von einem Abendessen mit seinen Schwestern. Die Schwestern gibt es auch in echt, und bestimmt läuft ein Abendessen mit ihnen derart so ab, wie Flo singt. Eine von Flos Schwestern war auch anwesend – die Tini – aber leider habe ich sie dazu nicht befragt.
Bei den englischen Liedern geht es viel um Liebe, aber nicht ausschließlich. So gibt es beispielsweise ein Lied über einen Leuchtturm, das da lautet "to the lighthouse". Darüberhinaus sang Flo den potentiellen tonair-Sommerhit "my field".
In der Mitte des Konzertes gab es eine Pause, in der ich Gelegenheit hatte mit Flo plaudern. Ich glaube, er denkt, daß ich zu kritisch über seinen Solopfad denke, da ich mit ihm fast ausschließlich über tonair gesprochen habe. Dies hat ihm scheinbar nicht gut gefallen. Aber Flo, es sei Dir versichert: Ich denke nicht kritisch über Deinen Soloauftritt nach!
Die Pause verging wie im Flug, ebenso wie der zweite Teil des Auftrittes. Ein wenig Interaktivität mit dem Publikum kam zustande, als Flo vor einem Lied die Menge vor die Wahl stellte: Entweder würde er ein deutsches Lied singen oder ein Country-Stück. Die Fans entschieden sich nahezu einstimmig für das Country-Stück, aber nach dessen Ende sagte Flo: "Ach, das deutsche Lied spiele ich doch!", und es kam das schnelle Stück (und eher lustige Lied, wie Flo anmerkte) "Baby, komm steh auf".
Als Zugabe gab es ein Lied – “Wer hätte es anders gedacht...“ waren Flos begleitende Worte zur Zugabe – von den Beatles, und zwar "across the universe". Der Sänger wollte, daß das Publikum den Refrain “nothing's gonna change my world“ bei jedem Vorkommen mitsingt, was aber nur von einer Minderheit befolgt wurde. Es war ein sehr stimmiger Auftritt, und ich wünsche mir mehr Songs von Florian Laske.

alles andere als kritisierend,
der paul
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