Nach zwei Tagen 'on the road' endlich wieder in München - und dann auch noch beim poetry slam, eine
meiner Lieblingsveranstaltungen in München und tonair spielen. Dies ist ein gutes Omen, denn hier rockten
unter anderem slut und nova, bevor sie gross wurden. Den Jungs gefiel der Ort von Anfang an, ein weiteres
gutes Zeichen.
Beim Aufbau habe ich einige Sachen alleine hingekriegt, andere wiederum nicht (Stecker und Kabel und
Gelump verwechselt). Bis zum Beginn plätscherte alles weiter vor sich hin, ich habe etliche Leute auf die
Gästeliste gesetzt, von denen aber nur ein einziger kommen sollte. Am Ende waren etwa 200 Besucher im
Saale, als der Dichterwettbewerb begann (also nicht ausverkauft, aber bei dem Wetter auch kein Wunder).
Nach fünf Dichtern kam der Auftritt von tonair, einige Menschen bevorzugten den Aufenthalt draussen,
aber denen, die drinne waren, gefiel es sehr. Unter anderem dem DJ (genauer: resident DJ bluetronic), der
unter Umständen die Kapelle für einige Auftritte buchen möchte. Dies ist jedoch noch in der Schwebe. Beim
Konmzert an sich sprang leider der sogenannte letzte Funke nicht über. Dafür gab es aber für den Auftritt
etwas Geld. Auch gut.
Beim Abbau bekamen wir einen Riesenanschiß vom Besitzer der Kneipe, da wir die Sachen über den
Notausgang in den Innenhof brachten, und es schon etliche Beschwerden der Anwohner wegen Lärm gab.
Naja, wir können nix dafür.
Den Auftritt von "meinem" Held Jaromir Konecny habe ich wegen des Abbaus leider verpaßt, aber er sollte
dieses Mal nicht gewinnen. Dafür bekam ich die Geschichten von Flori Soft (habe ich mir den Namen richtig
gemerkt?) mit - sehr amüsant, sehr lustig, viele Erinnerungen an die Kindheit in den Achtzigern. Flori gewann
am Ende.
Nach dem poetry slam gings mit Andi ins Atomic Café zur after hour, Bernd und Flo wollten nicht mit. Es
stand drum und bass mit Sprechgesang an - normalerweise finde ich drum und bass auf Dauer öde, aber an
diesem Abend sollte es nicht so sein. Es war schön anzusehen, dass die Gäste Freude an der Musik hatten
und ausgelassen tanzten. Darüberhinaus ein nett gemischtes Publikum, welches keine
Kleidungs/Coolness/Alters u.ä. - tendenzen zeigt. Als der Abend schon sehr fortgeschritten war, gab es ein
Büffet - den Grund dafür konnte ich nicht ergründen, dafür wurde dort versucht, meine (zugegebenermaßen
recht weite) Hose herunterzuziehen, aber dies mißlang dem Probanden. Ich weiß nicht, warum er es versucht
hat.
Alles in allem eine after hour, die sich gewaschen hat.
macht et jut,
der paul |