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19.05.01 - Chris und meine Feier München
Muß ich nun zwei verschiedene Tagebücher schreiben, da mir heute ein echtes leeres Tagebuch - ein Geschenk für einen echten Roadie ;) - dargereicht wurde? Ich muß mich auf eine Linie festlegen, sonst geht das total durcheinander.
tonair bat ich anläßlich der Geburtstagsfeier von Chris und mir aufzutreten. Wir priesen ihren Auftritt mit einem Handzettel an, und dazu noch Mundpropaganda. Als die Feier anging, ging dies eher langsam vonstatten, sprich: die Leute kamen nach und nach. Dies ist auf jeder Party so, aber wenn man Gastgeber ist, wird es einem erst bewußt.
Für den Auftritt gab es neben dem eigentlichen Partyraum ein eigenes Musikzimmer - welch ein musikalisches Wohnheim (ach ja, wir feierten in einem Studentenwohnheim). Die gesamte Anlage und darüberhinausgehendes mußte von tonair mitgebracht werden, aber dies war (noch?) ohne Bus möglich. Beim Auftritt wurde ich von Bernd gedrängt, eine Ansage zu machen - sonst würde er nicht spielen, welch ein Druckmittel! Also Ansage machen, tonair kommen aus dem "Backstage-Bereich" (eine schalldichte Box im Musikzimmer) und los geht's.
Anfangs war die Bude nahezu brechend voll, dann leerte es sich. In der Mitte des Konzertes kündigte Flo ein Lied nur für Chris und mich an, welch eine Ehre. Wir mußten tanzen, damit war das Eis der Zuschauer gebrochen. Drei Zugaben gab es am Ende, danach war tonair total erschöpft. Dann Teilabbau der Anlage, daraufhin ein wenig feiern im Partyraum und weiter abbauen.
tonair gefiel die Feier außerordentlich, ein Indikator dafür war die Tatsache, dass Bernd blieb. Mit Andi habe ich bis zum Schluß abgefeiert (ich in meiner Funktion als Gastgeber schmiß die letzten um fünfe raus; es kam zu verbalen Handgreiflichkeiten, aber spätestens beim Aufwachen waren bestimmt alle froh übers Rausschmeissen).
Am nächsten Tag hiess es alles sauberzumachen, jedoch bekam ich am Abend eine bitterböse Nachricht auf dem Anrufbeantworter vom Oli, über den wir den Partyraum gemietet hatten. Die Örtlichkleit war nicht ausreichend sauber. Die Nachricht hat mich ein wenig aus der Bahn geworfen (ich bin halt sensibel), weswegen ich beschloß, als Ausgleich Tagebuch zu schreiben. Keine schlechte Idee, denn nun geht's wirklich besser und morgen kann ich in Ruhe mit Oli sprechen. Und putzen.

immer gut rocken,
der paul

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