Dieses Jugendzentrum liegt so zentral in München, daß man es ohne Angaben finden kann. Dachte ich
zumindestens bis heute Abend. Ich selbst konnte diesen Ort ohne Probleme finden, denn ich war vor
zweieinhalb Jahren ebenhier auf einer wilden Feier. Aber da ich der einzige war, der sich auf dieser Party
vergnügt hatte, gab es für den Rest erhebliche Probleme beim Finden. Und dann kam ich auch noch selber zu
spät, tststs. Dies lag daran, daß ich kurz vorm Losfahren bei M94.5 (meinem Lieblingssender, nur so am
Rande...) ein T-Shirt gewann. Und dann war das auch noch das erste Mal, daß ich ÜBERHAUPT ETWAS beim
Radio gewonnen habe. Jedoch habe ich lange vergeblich auf den versprochenen Rückruf gewartet, mich
geärgert und bin zu spät gekommen. Bis heute ist es ungeklärt, ob ich meinen Gewinn erhalten werde!
Beim Eintreffen liehen sich Andi und Bernd gerade Tischtennisschläger aus und begannen eine Partie. Nachdem
ich einige Action-Sportfotos geschossen hatte, übergab mir Bernd seinen Schläger. Ich stellte mich nicht
schlecht an, feuerte nichtsdestotrotz etliche Bälle ins Aus oder ins Metallnetz. Dies war alles Vorgeplänkel. Dann
kam DAS Spiel. Welches ich gewann. Daraufhin ließ ich mich zu einer Revanche herab. Und verlor. Aber nur aus
Mitgefühl für Andi.
Nö, das war ein Schmarrn. Jedoch nur der letzte Satz - ich meine jenen mit dem Mitgefühl. Ich habe tatsächlich
ein Spiel gewonnen. Mittlerweile ist Flo eingetroffen, und er nimmt es als Gegner mit Andi auf. Flo
war früher Kreissieger im Tischtennis konnte aber seine Fähigkeiten nicht in einem regulären Einzelspiel zeigen,
denn wir waren alle so heiß aufs Spielen, daß wir ein dramatisches Doppel spielten : Andi/Bernd gegen Flo und
mich. Wieder war Andi auf der Gewinnerseite. Dabei lebe ich doch nach dem Motto: Außenseiter, Spitzenreiter!
Weswegen ich so viel über fade Tischtennisspielen schreibe? Weil das Konzert eine traurige Sache war. Nicht von
der tonair-Seite, sondern von der Besucherzahl. Der Sound war OK, die Bühne auch, die Stimmung bei uns
sowieso. Es traten als Erste tonair auf, dann folgten mangoon. Man kannte sich (bis auf mich), da bereits in der
Glockenbachwerkstatt gerockt wurde (ohne mich).
Meines Erachtens verlief das Konzert den Umständen entsprechend gut, den Jungs hat es wohl auch gefallen.
Nach dem Konzert habe ich zum esten Mal richtig viel abgebaut und naturgmäß einiges durcheinander gebracht.
Eigentlich waren es nur Andis Kabel, die verschüttet gegangen sind. Andi setzte eine finstere Miene auf, als ich
es ihm beichtete. Dann begann energisches Suchen, es fand sich alles und Andis Miene hellte sich auf. Und mein
Herz, das in die Hose gerutscht war, kam auch wieder hoch.
Wir hörten uns mangoons Konzert complettement an und blieben bis zum freundlichen Türzumachen des
Soundcafés. Nach langem Hin und Her einigten wir uns auf den nächsten Ort: Das Muffatcafé. In drei Autos
begaben wir uns dorthin. Ich glaube, die Meute war nicht sehr tanzwütig, denn schon kurz nach der Ankunft
begannen die ersten mit dem Aufbruch.
Ich traf doch tatsächlich ein Mädel aus meiner ehemaligen Schule (Cusanus-Gymnasium Wittlich), die ich
bestimmt drei Jahre nicht gesehen hatte. Das letzte Mal war es auf der Stadtkirmes, die in unserer Region - in
relativen Zahlen gerechnet - Oktoberfestdimensionen einnimmt. Zumindestens überschlagsweise in meinem
Kopf. Viel zu reden gab es aber trotzdem nicht mit der Pia. Nach nicht zu langem, aber auch nicht zu kurzem
Aufenthalt im Café ging es zur S-Bahn. Dort kam es zu einem Treffen mit dem Mischer des heutigen
Abends inklusive Begleitung. Die Begleitung vertrat die Ansicht, daß es in München keine weitere S-Bahn geben
kann, weil es keine freien Farben mehr gibt. Mein Einwand "Weiß" galt nicht. Und wenn der Transrapid nach
München kommt wird nur ein Blitz passend sein. Man braucht noch nicht mal eine Linie, da es nur zwei Stationen
geben wird: Flughafen und Hauptbahnhof. Dies ist dann vergleichbar einem Wurmloch. Als wir an diesem Punkt
angelangt waren, mußte ich leider aus der S-Bahn aussteigen.
Arividerci,
der paul |