Die größte (und angeblich einzige) Uniparty in Augsburg. Unser letzter Auftritt in dieser Stadt (Kerosin) war
schlecht besucht. Dieses Mal war es nicht so. Den Veranstaltungsort bildete die Mensa, welche zu zwei
Tanzflächen und einer Bühne umgewandelt wurde. Beim Betreten wummerte uns der Baß von einer Tanzfläche
entgegen. Und der Nicht-Baßteil war ebenso saulaut. Andi hatte schon gar keine Lust, unter diesen Umständen
zu spielen. Jedoch sollte die Lautstärke nicht so bleiben.
Beim Herumspazieren entdeckten wir eine ungefähr 30 Meter (ich schwöre!) lange Schlange vor der
Abendkasse. Die Gästeliste hatten wir bereist ausgereizt - wobei mich Flo als Musiker darstellte, um an mehr
Plätze zu ergattern - und wir wollten vom Veranstalter (der AStA) ein paar Karten, was aber dieser verweigerte.
Deshalb bekamen wir keinen Besuch aus München.
Auch wenn dies kein zuvorkommender Eindruck vom Veranstalter war, so stellte sich unsere "Betreuerin" als sehr
hilfreich heraus. Pizza, Getränke und sonstiges brachte sie bereitwillig und unterhielt uns sehr charmant.
Außerdem war sie ganz geknickt, als sie keinen Tee für mich bekam. Ich mußte sie regelrecht trösten, daß es nicht
so schlimm sei. Denn sie nahm sich dies sehr zu Herzen. Ich hatte nämlich Magenschmerzen von zuviel Pizza
bekommen. Recht so, Dicker!
Der Auftritt wurde im Foyer per Mikrofon angekündigt und los ging es. Nach einem Kurz-Instrumental von
ACDA, das dazu dienen sollte, die Menge vor die Bühne zu kriegen, fingen die Jungs an. Es gab ein ordentliches
Konzert, nur mußte ich im letzten Drittel die schöne rote Gitarre neu durchstimmen. Dies tat ich zu Flos
Zufriedenheit.
Nach Beendigung kamen zwei Filmstudenten zu tonair, um mit ihnen wegen des Videos, welches sie beim
Sprungbrettwettbewerb gewannen, zu schnacken. Man darf gespannt sein.
Daraufhin konnten wir uns ins Partygetümmel stürzen. Die Band war feierwillig, jedoch fand das Fest nicht den
gewünschten Anklang. Trotzdem blieb man bis zum Schluß. Es war jedoch noch lange nicht der Schluß der
Nacht. Bedauerlicherweise hatte Flo den Gitarrenkoffer inklusive Autoschlüssel seiner Schwester mitgegeben.
Dies bemerkten wir jedoch erst, als wie die restlichen Sachen einladen wollten. Andi, Flo und ich nennen kein
Handy ihr eigen, so daß wir auch niemanden (genauer gesagt die Schwester) anrufen konnten - Telefonzelle
kaputt, und niemand überließ uns ein Mobilgerät. Ach ja, wir mußten nach Aichach - Wegstrecke ca. 30 Kilometer.
Deswegen blieb als einzige Möglichkeit ein Taxi. Unter Nicht-Unifeier-Umständen wäre der Taxifahrer auch
zu Preisvehandlungen bereit gewesen. Nur wollten um diese Uhrzeit etliche Menschen heim, und er hätte mehr
Geld in Augsburg machen können als mit uns. Zwar durchbrachen wir nicht die 100 Mark-Grenze, jedoch war es
nichtdestotrotz happig. Wenigstens erfuhren wir etliches über den kommenden tonair-Produzenten: Alaska
Winter heißt in echt Jürgen Winter und trägt den Spitznamen Jocki. Dafür war der Taxifahrer erstaunt darüber,
daß ebendieser Reamonn produziert hatte. Dies hätte er ihm nie zugetraut. In Aichach angekommen trösteten
Andi und ich zum letzten Mal den Flo, daß es nicht schlimm gewesen sei mit dem Schlüssel, denn Flo hatte sich
die Sache sehr zu Herzen genommen. Wie wohl jeder an seiner Stelle getan hätte.
Flo: Es war wirklich nicht schlimm,
der paul |