"Babababa" So singt Flo munter das neue Intro und Andi begleitet ihn. Ohne "Bababa", dafür mit richtigen
Worten. Es hat so etwas beswingtes, lockeres, unbeschreiblich Nettes. Einfach fantastisch! Und dann kam erst
der übliche Opener "Summer's gone".
Dies alles ohne Vorstellung, und es sollte auch noch ein wenig dauern bis dahin. Andi brachte stattdessen
tiefsinnige Bemerkungen, von denen ich mir leider nur eine merken konnte: "Man sollte zu Musik eigentlich nichts
sagen müssen. Was aber nicht heißt, dass unsere Musik nichtssagend ist. Ach, was wollte ich jetzt ursprünglich
sagen? Scheissdrauf, spielen wir einfach." Dann kann ich nur sagen "Wahr ist was wahr ist.".
Das heutige Konzert fand im Rahmen des von mir sehr geschätzten Clubrocken-Abends im orangehouse statt.
Unter anderem ist dort M945 involviert, und ebendorthin waren die Jungs nachmittags zu einem kleinen
Interview eingeladen. Wo sie natürlich zu spät hinkamen, aber es handelt sich schließlich um einen
Studenten-Radiosender, weswegen das akademische Viertel erlaubt sein sollte! Es wurde gequatscht über
vergangene Auftritte, bevorstehende Auftritte, den Mutilmedia-Clip auf der hoffentlich bald fertigen CD und
mich als Manager. Wieso, zum Fick, bin ich jetzt auf einmal Manager? Habe ich da etwas nicht mitbekommen?
Dasselbe am Samstag Abend. Da spricht mich doch glatt Andi an (Wieso heißen so viele Jungs Andi?), genauer
der Cese, der Mischer von Crash Tokio, wegen eines Open Air-Auftritts. "Du machst doch so ein bisschen das
Managment. Oder?" Ich daraufhin "So irgendwie, vielleicht, ähem...", perplexer geht es nicht mehr.
Zurück zur Musik. Es gibt ein brandneues Lied namens "You are funny". Schon beim Soundcheck hatte ich es
gehört, bis auf die letzten drei Worte. Denn da singen Flo und Andi "Du bist lustig". Ich fand es lustig, und die
Fans? Im Übrigen finde ich die Gitarre wunderbar weezeresk bei diesem Stück.
Drei Zugaben gab es zum Schluss für die wippende Menge. Die Menge war auch nicht so zahlreich wie erhofft
und erträumt, was aber nicht heißt, dass der Saal leer war. Und den Jungs hat es gefallen. Wenn ich ein wenig
über die Menge meckere ist dies absolut zweitrangig.
Jetzt war endlich ein wenig Entspannung für die Musiker angesagt, was sie auch nutzten. Im fortgeschrittenen
Abend kam es dann zum Abbau, wobei man durch die tanzende Meute hindurch musste. Da macht sich meine
Körpergröße von 1,90 Meter positiv bemerkbar. Man kann einfach die Becken und weiteres über die Leute
hinwegstemmen.
Als Andi und Flo fuhren, habe ich mir von ihnen die letzten Getränkemarken geschnorrt. Von Schnorren kann
man nur bedingt sprechen, denn wenn sie eh fahren und nichts mehr trinken können, sind die Bons besser bei
mir in München im orangehouse als als bei ihnen in der Hosentasche in Aichach aufgehoben. Für mich selber
waren es dann aber doch zu viele potentielle Getränke, so dass ich beim Heimgehen die finalen beiden an Laury
weiterschenkte, dem liebsten Menschen von M945.
Frühlingsgrüße,
der paul
P.S.: Im Laufe des Abends kam Bernd zu mir her und entschuldigte sich bei mir, dass er mich heute
vernachlässige. Sehr nett, das. Und dabei hat es gar nicht gestimmt. |