Bandscheibenvorfall bei Frank and Walters und schwupps sind tonair Hauptband. So einfach geht das. Die Vorfreude war groß und nach dem schlechten Sound vom Dienstag war eine ordentlich Anlage gerne gesehen. Und vor dem Glitzervorhang zu stehen und zu spielen. Und eine ordentliche Sause sollte auch kommen.
Der sehr charmante Produzent der CD, Alaska Winter, war der Mischer der Abends, und er hat seine Sache sehr gut gemacht! Die Orgel habe ich heute richtig wahrgenommen und durch den blonden Lockenschopf Josua dahinter gewinnt tonair mächtig auf der Coolness-Skala. Und die Optik der Orgel ist eh phänomenal.
Da heute Nikolaus war, hat die Band heute Geschenke von mir erhalten (auch ohne die Schuhe vorher aufzustellen. Wie auch?): jeder bekam einen Schoko-Nikolaus und für alle zusammen gab es Nikolaus-Schoko-Lutscher. Eben diese wurden von Flo ins Publikum geschmissen. Vor der Bühne sah das Publikum zahlenmäßig mager aus - bis auf das Tanzclub-Pärchen -, aber hinter der radiusföigen 2m-Leere war es gut besucht. Die Orgel muß ich gleich nochmal erwähnen, denn durch dieses Instrument wird der tonair-Sound runder, das Gesamtbild auch und Brüderbeziehungen sind in Bands eh eine coole Sache (Josua ist Andis Bruder).
Die neuen Lieder (Starting all over, Pride, I got on my bike) haben es mir sehr angetan, Flo hat ganze Arbeit geleistet. Im Konzert selbst gab es einen kleinen Hänger, aber die Jungs sind mittlerweile so professionell, dass sie sich locker flockig gefangen haben. Und sie waren mit dem Auftritt zufrieden. Etwas übel aufgestoßen ist ein Kommentar, dass sie einen härteren Sound machen sollen. Dies sieht die Band anders und ich ebenso! Innerhalb der Roadie-vakanten Zeit haben sie sich mächtig weiterentwickelt (nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit Alaska), und es war eine Freude, ihnen heute zuzuhören. Der anschliessende Abbau gestaltete sich im gut besuchten Atomic Cafe denkbar schwierig, aber wir haben es gemeistert.
Nach dem Konzert gab es eine professionelle Aufschlüsselung des Konzertes durch Alaska. Ich habe mich mit Sandi und Franzi auf eine Party verzogen, auf der angeblich der Tatort-Kommissar Wachveitl (einer meiner Vorbilder, was Männerfreundschaften anbelangt) zugegen sei, weil er im Stockwerk drüber wohne. Ich habe ihn tatsächlich dort gesehen. Jedoch bin ich nach zügigen drei Bier wieder zurück ins Atomic Cafe. Gefahren wurde ich von einem Spanier (kein Deutsch sprechend) und seiner Freundin (im Nikolauskostüm, starke Kopfschmerzen und daher wortkarg). Danach wankend ins Atomic Cafe, Band leider nicht mehr angetroffen, weiter Bier getrunken, Spaß gehabt, ein bisschen herumgezappelt und abschliessend einen (EINEN! Wieso nicht gleich beide?) Handschuh verloren. Dumm bei solchen Minusgraden.
Frierend,
der paul |