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30.01.03 - Kerosin Augsburg
Es war fun for free angesagt im Hause Kerosin. Unter anderem veranstaltet von Alaska Winters Echolotstudios und der IG Metall Jugend. Dies hatten zwar keinen Informationsstand, aber dafür 40 Jahre alte Dias, die an die Wand geworfen wurden. Als erste Band sollte heute abend Tilly & the wild boys spielen. Man traf sich um sechs (vielmehr: Tilly waren alle vor sechse im Kerosin, von tonair trudelte man einzeln nach sechse ein). Tilly und tonair kannten sich, mich kannte man nicht. Die Existenz eines Roadie wurde, so kam es mir zumindestens vor, eher als ein Zeichen von Arroganz empfunden, aber egal.
Der Soundcheck verzögerte sich, irgendetwas an der PA war defekt, deswegen erstmal nur rumsitzen und warten. Warten vor allem gebangt oder gebannt auf Josua, weil draussen Schneechaos herrschte und Jousa seinen Führerschein erst seit sechs Wochen in den Händen hält. Und Josua fährt Flos Auto mit dem Großteil der Ausrüstung. Dank mobiler Kommunikation erfuhren wir in unregelmäßigen Abständen den aktuellen Stand.
Schlußendlich traf Jousa ein, mit den Nerven fix und fertig. Der Soundcheck war weiterhin nicht möglich, aber immerhin waren die Instrumente im Haus. Irgendwann war auch das letzte Problem in der PA behoben und um fünf vor acht konnte der Soundcheck losgehen. Übrigens war um acht Uhr Einlaß. Schnell und diszipliniert vollbrachten tonair ihr Vorabendwerk, und es konnte zum Pizzaessen gehen. Auf dem Weg durfte eine Schneeballschlacht nicht ausbleiben, jedoch war der Wegmarsch zu kurz, um einen eindeutigen Sieger zu ermitteln.
Zum Tilly-Konzert waren wir gerade rechtzeitig zurück. Es wurde mit Kontrabass gespielt, was einen sehr lässigen Sound rüberbrachte. Nach dem Konzert sollte ich ein bisserl Musik auflegen. Ursprünglich sollte dies jemand von tonair machen, aber niemand hatte rechte Lust drauf. Also wurde Paul gefragt, und der war sehr erfreut über eine derartige Möglichkeit.
Dann kamen tonair dran und überzeugten mich mal wieder mit einem schönen Konzert. Wie ich nachher erfuhr, war es aus ihrer Sicht eines der weniger guten Konzerte, weil sie sich selbst kaum auf der Bühne hörten. Während des Konzertes hatte ich Gelegenheit, mit einem mehr schlecht als recht vorbereiteten Vertreter der Ausburger Allgmeinen Zeitung zu sprechen (Bernhard) und mit der sehr gut informierten Bea von einem freien Verlag zu plauschen. Ich glaube, ich habe so etwas wie Pressearbeit geleistet. Klingt schrecklich, es war aber erstaunlich lustig. Bea hat nach dem Konzert sogar noch ein Interview mit Flo und Bernd geführt. Leider mußte Andi überstürzt (genauso wie ich) nach Hause fahren, weil die einzige Fahrmöglichkeit nach München sehr bald nach dem Konzert los wollte.

alles zuschneiend,
der paul

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