tollwood, die hippieske Ecke Münchens mit Räucherstäbchen geschwängerter Luft und mittendrin das Gabidom. Ich habe den Wortwitz mit dem Namen des SZ-Zeltes erst beim zweiten Mal Laut-Vor-mir-hersagen verstanden, und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob hier der großartigen Schwarzwaldklinik-Darstellerin der Schwester Christa gehuldigt wird, oder ob der Ursprung ein anderer ist. Wie dem auch sei, alleiniger Grund meines Hierseins sind tonair, und von ihnen steigt der Gig um 20 Uhr, dessen Anfang ich aber leider knapp verpasse, da ich mich voll und ganz auf den tollwood-Bus verlassen habe, und der ließ eine ganze Weile auf sich warten.
Aber so konnte mich die musikalische Wucht noch viel mehr umhauen, da ich unvermittelt ins Geschehen gestürmt bin. In das knacke volle Geschehen wohlgemerkt! Ich habe vier grandios gutgelaunte Buben auf der Bühne gesehen, und ich war mehr als nur verzückt! Erstaunt hat mich die Akustik, da einem das vollrunde Zelt viele Nebengeräusche der Bühne als Hauptgeräusche erscheinen ließ. Aber auf der Bühne war dies auch der Fall, und Josua hat es dermaßen perplex gemacht, dass er eine Ansage hierzu gemacht hat. Nicht zu vergessen die Soundspielerei mit dem Keyboard-Effektgerät, dessen Name mir im Moment nicht einfällt. Unbestätigten Bandgerüchten zufolge soll es sehr viel Geld wert sein und zudem aus dem deutschen Museum stammen. Zum Abschluß fand man glücklicherweise noch Zeit für eine Zugabe, die viele tanzende Menschen glücklich gemacht hat. Aber nicht nur zur Zugabe wurde getanzt, sondern auch fast von Anfang an. Wunderbar, das!
Apropos wunderbar: Die erste Single von tonair ist draußen, und sie ist très chic! Poppig gelb und poppig comichaft. "Pride" und "And" drauf. Bitte zahlreich bestellen.
auch stolz, der paul |